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Nachruf: Sir Patrick Stewart ist verstorben

verfasst am 29.Oktober 2026 von Markus Haage

Patrick Stewart ist verstorben.

Patrick Stewart als Jean-Luc Picard in „Star Trek: Der erste Kontakt“ (1996).
(© Paramount Pictures. All Rights Reserved.)

Als Patrick Stewart die Rolle des Jean-Luc Picard im TV-Revival „Star Trek: The Next Generation“ (1987–1994) annahm, tat er dies nur, weil er Geld brauchte. Er war ein „working actor“, aber mit klassischer Theater-Erfahrung. Sein Agent riet ihm dazu, die erste Staffel abzudrehen und die Gage mitzunehmen. Niemand rechnete damit, dass die Serie mehr als eine Season überleben würde; auch, weil das Original zu diesem Zeitpunkt noch erfolgreich im Kino lief. Doch es kam ganz anders.

Das goldene Zeitalter von „Star Trek“ setzte mit „Next Generation“ ein. Der tatsächlich mittelmäßigen ersten Season folgten sechs grandiose Staffeln, vier Kinofilme, eine Spin-off-Serie und zahlreiche Computerspiele und Romane. Dazu drei weitere Serien, die selber mehrere Staffeln umfassten. Dies war auch das Verdienst von Patrick Stewart. Er war anno 1987 der radikale Gegenentwurf eines Sternenflotten-Kapitäns. Eine Rolle, die bis dato vor allem von William Shatner, dem Space-Cowboy, geprägt war.

Doch neben Picard konnte Stewart mit „X-Men“ (2000) eine zweite Ikone der Popkultur beim Massenpublikum fest verankern: Dr. Charles Xavier. Diese Rolle wird er auch noch dieses Jahr in „The Avengers: Doomsday“ (2026) spielen. Nun ein Abschied, aber vor einem globalen Massenpublikum.

Durch diese massive Präsenz in den großen popkulturellen Franchises ging seine Arbeit in anderen Werken, insbesondere dem Theater, oft unter. Man denke hierbei nur an John Boormans „Excalibur“ (1981) oder Jeremy Saulniers „Green Room“ (2015). Er nahm es aber stets mit Humor und wertete die großen Franchises, die Menschen weltweit zusammenbrachten, nie ab. Er sah diese eher als ein großes Glück an, das ihm erlaubte, als Schauspieler aktiv zu bleiben.

Noch im Sommer diesen Jahres sagte er, dass er nie in Rente gehen wird. Solange er spielen kann, will er spielen. Dies tat er auch. Zu diesem Zeitpunkt war der Öffentlichkeit noch nicht bekannt, dass Stewart unter Alzheimer litt. Eine Krankheit, die er geheim hielt. Er wollte keine Belastung sein, sondern passte seine Arbeit der Krankheit an. Für die phänomenale dritte Staffel der Serie „Picard“ (2020–2023) arbeitete er nur noch tagsüber; für wenige Stunden. Aber mit voller Unterstützung „seiner“ Crew. Es hielt ihm nicht nur am, sondern auch im Leben.

Patrick Stewart verstarb im Alter von 86 Jahren. Auf seinem Wunsch sollen Menschen Geld an Alzheimer-Stiftungen spenden.

‐ Markus Haage

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Mein Name ist Markus Haage, Chefredakteur und Herausgeber vom Neon Zombie-Magazin. Es gibt nicht sonderlich viel spektakuläres über mich zu erzählen. Ich führe ein sehr langweiliges Leben. Aber falls es doch jemanden interessiert, freue ich mich immer über einen Besuch meiner Website www.markus-haage.de! Danke im Voraus!