On the cutting room floor: a century of film

verfasst am 11.Dezember 2011 von Markus Haage

Folgende News wurde ursprünglich für Schnittberichte.com von mir verfasst und befindet sich lediglich der Vollständigkeit halber in unserem Archiv.

Die Online-Ausgabe der britischen Zeitung THE GUARDIAN hat einen interessanten Artikel über die Zensurgeschichte der britischen BBFC (British Board of Film Classification) veröffentlicht. Hierzu hat sie den derzeitigen Vorsitzenden der BBFC, David Cooke, befragt und einen Rückblick auf die letzten 100 Jahre geworfen. Anlass ist hierzu nämlich der 100-jährige Geburtstag der BBFC.

In dem Artikel äußert sich Cooke sowohl zu aktuellen Entscheidungen (wie der Verweigerung einer Altersfreigabe zu THE HUMAN CENTIPEDE II), als auch zu klassichen Filme, wie etwa Bernado Bertuluccis DER LETZTE TANGO IN PARIS.

Ebenfalls nennt er weitere nicht grafische Beispiele, die die Altersfreigabe eines Filmes beeinflussen können. Der Oscar-Gewinner THE KING’s SPEECH bspw. musste in den USA massive auditive Veränderungen über sich ergehen lassen, damit er mit einer PG 13-Freigabe veröffentlicht werden konnte (Grund waren die zahlreichen “Fuck”-Ausdrücke, die in dem Film vorkommen). Die BBFC vergab für den Film dennoch unzensiert ein 12A-Rating.

David Cooke begründet dies folgendermaßen:

“The language thing is difficult, because we know the public wants us to look out for that. We have a rule of thumb that you can’t have more than four uses of the F-word at 12A. Made in Dagenham and The King’s Speech both had around 17, depending on how you count them. The distinction we drew was that The King’s Speech had them all stuttered out in two bursts and was in the speech therapy context – we felt it was a wholly exceptional context for which there was no equivalent in Made in Dagenham.”

Den sehr lesenswerten Artikel findet ihr hier: On the cutting room floor: a century of film censorship
Ein weiterer interessanter Artikel (der allerdings bereits etwas älter ist), findet sich hier: How Women in Love’s nude wrestling scene romped past the 1960s censors

Markus Haage

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Mein Name ist Markus Haage, Chefredakteur und Herausgeber vom Neon Zombie-Magazin. Es gibt nicht sonderlich viel spektakuläres über mich zu erzählen. Ich führe ein sehr langweiliges Leben. Aber falls es doch jemanden interessiert, freue ich mich immer über einen Besuch meiner Website www.markus-haage.de! Danke im Voraus!