Cineways Filmfestival, Braunschweig (September 2017)

verfasst am 13.September 2017 von Neon Zombie

Mit neuem Namen und neuem Team ging es in eine neue Runde: Aus dem Cinestrange Filmfestival wurde das Cineways Filmfestival. Etwas kleiner, dafür nicht weniger unterhaltsam.

Flyer zum James-Bond-Abend des Festivals.
(© Cineways Filmfestival)

Nach dem letztjährigen Cinestrange Filmfestival in Braunschweig, bei dem John Landis und Mark L. Lester zu Gast waren, kam es zu einem Eklat innerhalb des Organisationsteams, so dass man sich entschied, getrennte Wege zu gehen. Das Resultat: Das Cineways Filmfestival. Ein neuer Name, ein neues Konzept und neue Partner. Mit dem James-Bond-Club Deutschland e.V. holte man eine tatkräftige Mannschaft ins Boot, die nicht nur das Design und Konzept der Veranstaltung auffrischte, sondern wohl auch für eine gewisse Konstante im Programm sorgen wird. Jedes Cineways-Filmfestival soll nun über einen James-Bond-Abend verfügen, der Macher und Darsteller der Filme in den Mittelpunkt rückt und auch durch Panels, Vorlesungen und Referate begleitet wird. Für das diesjährige Cineways entschied man sich John Glen einzuladen. Eine Koryphäe des britischen Actionkinos. Er führte eben nicht nur bei den Bond-Filmen “In tödlicher Mission” (1981), “Octopussy” (1983) oder “Der Hauch des Todes” (1985) Regie, sondern zeichnete sich auch für den Schnitt bei Klassikern wie “Mit Schirm, Charme und Melone” (1961–1964), “Malta sehen und sterben” (1972) oder “Die Wildgänse kommen” (1978). Glen, mittlerweile 85 Jahre alt, war sehr dankbar für die Ehrung, die ihm zuteil wurde und stand jedem Fan seines Werkes herzlich und offen zur Verfügung. Sei es für Autogramme und Fotos oder gar Fragen.

Neben John Glen war auch Brad Harris zu Gast, der trotz schwerer Krankheit ebenfalls für Interviews, Panels, Fotos und Autogramme zur Verfügung stand. Auch er erzählte aus seinem reichen und bunten Leben und nahm sehr bewegt den Award für sein Lebenswerk entgegen.

Neben den Topstars durfte auch der Nachwuchs seine Werke präsentieren. So unter anderem das Team des deutschen Independent-Horrorfilms “Montrak” (2017), zu dem Produzentin, Regisseur und Hauptdarsteller persönlich angereist sind und den Film vorstellten.

In kleiner Runde im Universum-Filmtheater.
(© Neon-Zombie.net)

Es war ein entspanntes und charmantes Filmfestival, was sicherlich auch an der neuen Location lag. Man entschied sich diesmal für das Universum Filmtheater im Braunschweig, welches auch über eine eigene Lounge, dem Abspann-Cafe, verfügt und hierzu regelrecht zum verweilen einlud. Die Kinosäle befinden sich auf dem modernsten Stand und können jedem Filmfreund aus der Region nur wärmstens empfohlen werden. Sicherlich hätte das Festival mehr Besucher und Aufmerksamkeit verdient, aber nach den teils turbulenten internen Schwierigkeiten der letzten Jahre war dieser softe Reboot vielleicht sogar die beste Entscheidung, um das Festival neu auszurichten. Es bleibt zu hoffen, dass man dieses für die Zukunft weiter ausbaut und im besten Fall auch endlich festigen kann, so dass es sich zu einer festen Größen in der Region entwickeln kann.

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