Destroyers (USA, 1986)

verfasst am 5.April 2008 von Spooner

„Wie hast du es eigentlich so lange unter Wasser ausgehalten?“
- „Durch biogespeiste Oxygen-Umwandler.“
„Joah, Joah. Hätte ich mir denken können. War ’ne dumme Frage von mir.“

Peter Manoogian, der Mann, der uns in diesem Jahrzehnt bereits „Arena – Todesmatch der Giganten“, „Herrscher der Hölle“ oder „Demonic Toys“ dahergeschustert hat, kommt hier mit einem seiner früheren Streifen daher…

(© CBS/Fox)

Zu einer Zeit, in der haufenweise billige Filme um Ninja, Cyborgs, Söldner und Kampf-Roboter auf den Markt geworfen wurde, hat sich Einer nicht gescheut, einfach alles in einen Topf zu werfen, und damit einen spaßigen, dämlichen, comichaften und sehr absurden Sci-Fi-Action-Trasher mit dem gottgegebenen Flair der wunderbaren 80er-Jahre zu drehen. Hier gibt es alles, was das Herz eines Trash-Fans begehrt: einen Kung Fu-Kämpfer, einen Cyborg (naja…halb Mensch/halb Rollstuhl), einen Haufen Neandertahler, einen fliegenden Roboter, fiese Römer, einen wahnsinnigen Wissenschafter und reichlich coole Typen.

(© CBS/Fox)
(© CBS/Fox)

Wie genau all diese Elemente in einer Story zusammenpassen, sollte man vermutlich selbst sehen, trotzdem ein paar Worte:

Der fiese (und obendrein asiatische) Wissenschaftler Abbot Reeves hat das wahnwitzige Ziel vor Augen, sich mittels Zeitmaschine ins alte Rom zu versetzen, um dort als Imperator zu regieren und damit den Lauf der Geschichte zu verändern (was natürlich vollkommener, aber amüsanter Quatsch ist, da durch das Ändern des Geschichtsverlauf, die Existenz seines gegenwärtiges Alter Ego in Frage gestellt wird). Das darf sein früheres Opfer, der Mann-Rollstuhl-Droide (hust…) Jack, allerdings nicht zulassen. Zusammen mit Colonel Hunter (Tasha Yar von der Enterprise), der Frau, die Jacks künstliche Körperteile entworfen hat und standesgemäß für einen US-Wissenschaftler aus den 80er Jahren in alten Fabrikhallen rumhängt, will Jack nun an Reeves grausame Rache nehmen. Die Reise führt sie in den mexikanischen Dschungel, wo noch mehr knallahrte Charaktere zu ihnen stoßen, wie der lässige Dork Harry Fontana oder der finstere Pseudo-Ninja/Samurai/hauptsache-mit- Schwert-Japaner Kuji (Conan Lee). Bevor er aber zum Endgegener kommt, muss er sich erstmal durch die verschiedenen B-Action-Level ballern und eine Horde Zwischengegner vernichten. Vom Prinzip her nichts Neues, wenn es sich dabei nicht u.a. um Neanderthaler (!!!) handeln würde, die von Abbott aus der Vergangenheit gebeamt wurden…(warum gerade Neanderthaler und nicht gleich die verdammte spanische Armada und eine Horde süd-französischer Tempelritter bleibt ein Geheimnis…).

Mehr muss man dazu nicht sagen, fürchte ich…der Rest ist ein bunt-knalliges Gekloppe.

(© CBS/Fox)
(© CBS/Fox)

Jaja, es ist schon lustig: Eigentlich wollte ich gegen 2 Uhr Nachts gerade eine DVD einlegen, da sehe ich im Wohnzimmer – auf dem, mir bis dato ziemlich unbekannten Kanal MHR einen asiatischen Mad-Scientist mit rotem Cape und einen Cyborg und Panzer-Untersatz – dieser filmischen Herausforderung musste ich mich natürlich sofort stellen, und bereut habe ich es nicht wirklich. Dieser Film bietet mit den obengenannten „Alles was guter 80er-Schund braucht“-Dingen, trashiger Keyboard-Musik und Holzhammer-Dialogen eigentlich eine ziemlich spaßige Zeit.

Fatality:
Um es mal in einem Zitat aus dem Film selbst, den weisen Worte von Harry Fontana, auszudrücken: „Wir haben Roboter, wir haben Neandertaler, wir haben Kung Fu… Was braucht man mehr zum glücklich sein?“. 5 Köppe.

Spooner