Teaser-Poster zu “Red Dawn – Die rote Flut” (1984)!

verfasst am 11.Juni 2018 von Neon Zombie

1984, der Dritte Weltkrieg beginnt: Die Sowjetunion und Kuba marschieren in die USA ein. Nur eine Handvoll High School-Kids stellt sich ihnen entgegen.

“Red Dawn – Die rote Flut” stellt John Milius’ reaktionäre Antwort auf Filme wie “The Day After” oder “Testament” dar. 2010 entstand ein ziemlich eierloses Remake, welches nach den Dreharbeiten die chinesische Invasion in eine komplett unglaubwürdige nord-koreanische Invasion abänderte. Hoheitszeichen wurden digital retuschiert oder ersetzt und die chinesischen Schauspieler zumindest in der Originalfassung umsynchronisiert. Des Weiteren ergoß die Neuverfilmung sich in Suburbia- und Walmart-Patriotismus. Da war das Original weitaus ehrlicher und intensiver, wenn auch nicht frei von Pathos. Auch die deutsche Fassung des Originals anno 1984 wurde zensiert und erhitzte die Gemüter. Es kam in der alten Bundesrepublik sogar zu Protestaktionen. Ein Leser berichtete mir mal dass in einem Kino in Essen die Leinwand mit Farbbeuteln beworfen wurde. In Milius’ Welt errangen die Grünen einen so großen politischen Einfluss in Europa, dass der Kontinent komplett abrüstete und sich aus dem Dritten Weltkrieg einfach heraushielt (mit Ausnahme von Großbritannien). Somit wurde die Tür für die Sowjets quasi geöffnet. In der deutschen Fassung werden die Grünen nicht erwähnt. Verständlich. Es wäre selbst im Kontext dieser Geschichte einfach nur unglaubwürdig gewesen. Auf der DVD wurde allerdings die Originalversion mit allen englischsprachigen Texttafeln wieder hergestellt.

(© Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.)

Das brillante Teaser-Poster stammt vom Illustrator John Alvin, der in seiner Karriere auch schon die Poster zu Filmen wie etwa “Blade Runner”, “Batmans Rückkehr”, “E.T. – Der Außerirdische”, “Darkman” oder “Archarnophobia” gestaltet hat. Vor allem für Steven Spielberg war er in den 1980er-Jahren aktiv.

Neon Zombie

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Über Neon Zombie 2021 Artikel
Mein Name ist Markus Haage, Chefredakteur und Herausgeber vom Neon Zombie-Magazin. Es gibt nicht sonderlich viel spektakuläres über mich zu erzählen. Ich führe ein sehr langweiliges Leben. Aber falls es doch jemanden interessiert, freue ich mich immer über einen Besuch meiner Website www.markus-haage.de! Danke im Voraus!