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Mortal Kombat (USA, 2021)

verfasst am 13.Mai 2021 von Markus Haage

(© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.)

Fast drei Jahrzehnte nach der Erstveröffentlichung des Videospiels kommt nun die mittlerweile fünfte Adaption (coronabedingt) als Premium-VoD-Stream in die Heimkinos. Diesmal nicht nur mit dem Anspruch die krude Mythologie der Vorlage für eine Geschichte mit dramaturgischen Anspruch aufzubereiten, sondern gleichzeitig die blutigen und inhaltlichen Eigenheiten des Originals erstmalig umzusetzen.

Offizielle Synopsis: MMA-Kämpfer Cole Young (Lewis Tan) verdient seinen Lebensunterhalt damit, harte Prügel einzustecken. Weshalb Shang Tsung (Chin Han), der Herrscher von Outworld, seinen besten Krieger schickt, um Cole zur Strecke zu bringen. Bald findet sich Cole im Tempel von Lord Raiden (Tadanobu Asano) wieder, einem Elder God und Beschützer von Earthrealm. Hier bereitet sich Cole mit den erfahrenen Kriegern Liu Kang (Ludi Lin) und Kung Lao (Max Huang) darauf vor, gemeinsam mit den größten Champions der Erde einen alles entscheidenden Kampf um das Universum auszutragen.

Scorpion (Hiroyuki Sanada) kehrt in der Neuverfilmung aus dem Jahre 2021 zurück.
(© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.)

Als das Videospiel „Mortal Kombat“ 1992 als Arcade-Game und ein Jahr später für Heimkonsolen wie den Super Nintendo oder Mega Drive veröffentlicht wurde, stellte es eine kleine Sensation dar. Für damalige Verhältnisse konnte das Fighting Game mit realistischen Animationen überzeugen und stand damit automatisch im totalen Kontrast zu populären Konkurrenten wie „Street Fighter II“ („Sutorīto Faitā Tsū“, 1991), welche eher einen comichaften Charakter besaßen. Der Erfolg von „Mortal Kombat“ lag allerdings nicht nur in der realistischen Grafik begründet, sondern natürlich auch in den überzogenen Gewaltdarstellungen, die für den ersten Nachfolger „Mortal Kombat II“ (1993) dermaßen hochgedreht wurden, dass dieser in Deutschland wegen Gewaltverherrlichung bundesweit beschlagnahmt wurde. Dem Erfolg tat dies keinen Abbruch, es folgten noch zahlreiche weitere Game-Fortsetzungen. Mittlerweile befindet man sich mit „Mortal Kombat 11“ (2019) im 29 Jahr des Franchises und lizensiert sogar Ikonen der Popkultur für spielbare Charaktere. In der aktuellen Spielversion kann man als kostenpflichtige Add-Ons mit Figuren wie Rambo, RoboCop oder dem Terminator in den Ring steigen.

Werbe-Anzeige zum Start des Videospiels. Der Charakter Raiden wurde hier falsch geschrieben.
(© Midway Games)

Der Erfolg des Videospiels führte natürlich schon frühzeitig zu einer filmischen Adaption. Unter der Regie von Paul W. S. Anderson, der heutzutage vor allem für seine „Resident Evil“-Verfilmungen bekannt ist, versuchte man 1995 das brutale Prügelspiel für ein jugendliches Publikum auf die Leinwand zu bringen (vorab produzierte man bereits eine kurzlebige Zeichentrickserie mit CGI-Kampfsequenzen). Der Versuch scheiterte kommerziell nicht – „Mortal Kombat“ (1995) konnte weltweit immerhin 122 Millionen US-Dollar einspielen (inflationsbereinigt 2021: rund 211 Millionen US-Dollar) –, allerdings reduzierte man den Film tatsächlich auf die eigentlichen Schauwerte des Games: Prügeleien. Man konstruierte eine Handlung, in der fast jede Situation in einem Kampf unterlegt von einem brachialen Techno-Beat hinausläuft. Aus der kruden Mythologie des Videospiels, die lediglich eine Basis für die rundenbasierten Kämpfe bieten sollte, wurde zumindest versucht eine Art von sinnvoller Geschichte zu schmieden. Die Kritiken waren verhalten, die Reaktionen des Publikums ebenfalls. Niemand erwartete ein großes Drama, aber auch unter der jugendlichen Fangemeinde konnte das Werk nur wenig begeistern. Sicherlich, weil man auch den Fehler beging den Gewaltgrad drastisch herunterzufahren. Auch wenn Kommentare aus dem Off die berühmten Fatalitys ankündigten („Finish him!“), beschränkten diese sich letztlich auf theatralische Genickbrüche. Man wollte dann doch wohl eben das größtmögliche Zielpublikum mit einer niedrigen Altersfreigabe erreichen. In Deutschland gab es dafür trotzdem noch eine FSK 16.

„Mortal Kombat“ reihte sich damit in eine ganze Serie von rückblickend kuriosen Videospiel-Adaptionen ein, die Mitte der 1990er-Jahre die Leinwände versuchten zu erobern. Alle schlugen fehl. Sei es „Super Mario Bros.“ (1993), „Double Dragon – Die 5. Dimension“ („Double Dragon“, 1994) oder auch „Street Fighter – Die entscheidende Schlacht („Street Fighter“, 1994). Die Verfilmung von „Mortal Kombat“ war somit nicht die Ausnahme, sondern die Norm. Dennoch sollte man den Einfluss des Films nicht unterschätzen. Die Verfilmung wurde Teil der 90er-Jahre-Popkultur, dies gilt insbesondere für den Titelsong und konnte gar direkten Einfluss auf die Vorlage nehmen. Aufgrund von Trevor Goddards eigenwilliger Performance als Kano und seines starken australischen Akzents im ersten Film, änderte man auch im Videospiel die Nationalität der Figur. Aus dem US-Amerikaner Kano wurde ein Australier.

Da die erste Verfilmung allerdings noch erfolgreich genug war, wurde eine Fortsetzung unter dem Titel „Mortal Kombat 2 – Annihilation“ („Mortal Kombat: Annihilation“, 1997) inszeniert, für die Paul W.S. Anderson nicht mehr auf den Regiestuhl zurückkehrte. Auch Christopher Lambert, vorab in der Rolle des Gottes Raiden, verzichtete auf eine Rückkehr, genauso wie Linden Ashby, weswegen sein Charakter Johnny Cage, eine der populärsten Figuren des Videospiels, wohl in einer wilden Effektorgie bereits in den ersten Minuten das Zeitliche segnen muss. Die Produktionsqualität des Sequels konnte nicht einmal mehr ansatzweise an den Vorgänger heranreichen, weswegen die Fortsetzung heutzutage gerne als einer der „schlechtesten Filme aller Zeiten“ gehandelt wird. An der Regie lag dies wohl nur bedingt. Regisseur John R. Leonetti, der vorab vor allem als Kameramann arbeitete, versuchte mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung standen, das bestmögliche Ergebnis zu produzieren. Diese Mittel schienen recht gering gewesen zu sein. Dass Leonetti weitaus talentierter ist als „Mortal Kombat 2 – Annihilation“ vermuten ließ, konnte er Jahre später mit der Regie zum Conjuring-Spin-Off „Annabelle“ (2014) und zum Horror-Drama „The Silence“ (2019) beweisen. Das Produktionsstudio hinter „Mortal Kombat 2 – Annihilation“ besaß kein sonderliches Interesse am Franchise. Nach Aussage von Produzent Lawrence Kasanoff in Luke Owens fantastischem Sachbuch „Lights, Camera, GAME OVER!: How Video Game Movies Get Made“ wurde das Sequel sogar unfertig in die Kinos gebracht. Ursprünglich sollte der eigentliche Schnitt sowie fast alle SFX-Einstellungen erst noch erfolgen. Diesen bedeutenden Teil der Post-Production ersparte man sich allerdings aus wirtschaftlichen Gründen. Die veröffentlichte Version sei demnach eher als eine Art Rohschnitt zu betrachten (Zitat Kasanoff: „[…] the effects in that movie are not the final effects. […] We weren’t done. We never finished that movie. […] We sacrificed quality for business.“).

Letztlich reichte es aber selbst für diesen Cut von „Mortal Kombat 2 – Annihilation“ noch für ein weltweites Box-Office von rund 51 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2021: rund 81 Millionen US-Dollar). Ein dritter Teil, quasi als eine Art Abschluss einer Kino-Trilogie, folgte nie. Dafür versuchte man das Konzept auf eine Fernsehserie zu übertragen. „Mortal Kombat: Conquest“ (1998–1999), dessen Pilotfilm in Deutschland als Einzelfilm veröffentlicht wurde (wodurch man einen dritten Teil suggerierte), schaffte zwar nur eine Staffel, diese umfasste allerdings 22 Episoden und genießt unter Fans inhaltlich als auch inszenatorisch einen besseren Ruf als die beiden großen Kino-Adaptionen zusammen. Die Absetzung der Serie erfolgte bereits während der Produktion der ersten Staffel, da die Kosten das Budget sprengten und man diese für eine weitere Season nicht kürzen konnte oder wollte. Der Cliffhanger am Ende wurde demnach nie aufgelöst.

Erst 2011 erfolgte mit „Mortal Kombat: Legacy“ ein weiterer Versuch einer Adaption. Basierend auf dem Fanfilm „Mortal Kombat: Rebirth“ (2010) produzierte der Nachwuchsregisseur Kevin Tancharoen eine Webserie bestehend aus zwei Staffeln. Die einzelnen Episoden umfassten nur zwischen zehn und zwölf Minuten, konnten allerdings mit teils bekannten Genrestars, wie etwa Casper Van Dien, Mark Dacascos, Michael Jai White oder sogar Cary-Hiroyuki Tagawa in der Rolle des Bösewichts Shang-Tsung, aufwarten. Warner Bros. Pictures, die 2009 die Verfilmungsrechte am Franchise von Midway Games vollständig erwarben, gaben zwar ihr Einverständnis für die Webserie, die später auch ein offizielles Release auf DVD erhielt, besaßen allerdings keine Pläne die Filmreihe für das Kino oder zumindest das Fernsehen wiederzubeleben, auch wenn sich die Videospiele immer noch großer Beliebtheit erfreuten. Dies änderte sich erst 2018 als Regisseur James Wan Interesse am Franchise bekundete. Wan erschuf nicht nur die „Saw“-Reihe als auch das Conjuring-Universum, zwei Horror-Properties, die zusammen fast zwei Milliarden US-Dollar einspielten, sondern führte auch bei „Aquaman“ (2019) Regie. Mit einem weltweiten Box-Office von 1,1 Milliarde US-Dollar der bis dato größte Hit im gebeutelten DC-Film-Universum. Die Inszenierung des Films wollte er persönlich nicht übernehmen, aber als großer Fan der Videospielreihe sicherstellen, dass die Verfilmung zumindest der Vorlage gerecht wird. Mit seiner eigenen Produktionsfirma Atomic Monster Productions stieß er als Produzent das Projekt an. Mit dem klaren Ziel, die erste getreue Umsetzung vorzunehmen, die dem Geist der Vorlage gerecht wird.

Liu Kang (Ludi Lin) und Kung Lao (Max Huang) beschützen Raidens Tempel.
(© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.)

„Mortal Kombat“ (2021), unter der Regie von Simon McQuoid inszeniert, überrascht anfangs. Der Film eröffnet im feudalen Japan und lässt die beiden Erzfeinde Sub-Zero (Joe Taslim) und Scorpion (Hiroyuki Sanada) aufeinander treffen. Der Clou: Dem Zuschauer ist es nicht vollends bewusst, dass es sich hierbei de facto um die Origin-Story Scorpions handelt, der zu einem späteren Zeitpunkt der Handlung triumphal zurückkehren wird. Somit hat die Neuverfilmung von der ersten Minute an den Anspruch nicht nur einen großen dramaturgischen Bogen in die Gegenwart zu spannen – im Mittelpunkt der Handlung steht Cole Young (Lewis Tan), ein Nachfahre Scorpions –, sondern auch der kruden Mythologie der Vorlage ein sinnvolles Fundament zu geben. Das Videospiel ließ letztlich einfach nur wilde Charaktere aufeinander los. Vierarmige Monstren, Cyborgs, Ninjas, Hollywood-Stars, Reptilien und Gottheiten. Diese Charaktere vor dem Hintergrund eines „mörderischen Kampfs“ in einer Realverfilmung aufeinandertreffen zu lassen, ohne, dass dies eine gewisse Absurdität in sich trägt, erscheint fast unmöglich. Regisseur Simon McQuoid, der vorab nur Werbefilme inszeniert hatte, schafft es dennoch zumindest für den Rahmen dieses Spielfilms einen Einstieg in die dann doch wilde Welt der Vorlage zu gestalten. Vielleicht auch, weil der Film gewissermaßen als eine Art Prequel fungiert. Hauptcharackter und Fanliebling Johnny Cage wird gar nur angeteasert. Der eigentliche Mortal Kombat findet hier noch nicht statt. Dieses will man sich laut Drehbuchautor Greg Russo für mögliche Sequels aufheben. Eine überraschende, aber letztlich weise Entscheidung. Denn der Kombat an sich wäre mit dem ersten Teil bereits abgearbeitet gewesen. Für etwaige Fortsetzungen hätte man lediglich die Variablen des Kampfes ändern können. Andere Arenen, andere Kämpfer. Indem man zuerst die Charaktere und ihre Hintergründe einführt und damit die Mythologie etabliert, bleibt der Kombat das Highlight, auf das das Franchise hinzusteuern kann. Inhaltlich ergibt dies auch durchaus Sinn, ist doch der Mortal Kombat letztlich der alles entscheidende Kampf um die Herrschaft auf Erden. Wäre dieser nach dem ersten Teil beendet, so hätte man die Geschichte nach dem ersten Film wohl drastisch erweitern und vom Kern des Spiels entfernen müssen.

Bei Sub-Zero (Joe Taslim) kostet die Kugel Eis das Leben.
(© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.)

Nun müsste man wohl lügen, wenn man behaupten würde, dass aufgrund der Vorlage die Storyline das Hauptaugenmerk wäre. Letztlich gibt der Titel den eigentlichen Inhalt schon vor. Sicherlich will ein Gros der Zuschauerinnen und Zuschauer kein Melodram sehen, sondern eben brutale Martial-Arts. Dennoch ist man tatsächlich bemüht, vor allem die phantastischen Elemente glaubwürdig auf die Leinwand zu übertragen. Die besonderen Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer spiegeln körperliche Merkmale als auch Fähigkeiten und charakterliche Eigenschaften wider, die sich durch die Magie des Netherrealms manifestieren. Trotzdem kann der Film bei allen Bemühungen der Realität nicht vollends entfliehen, was in einigen Szenen Erinnerungen an das Phantastische Kino der 1980er-Jahre wach werden lassen. Wenn das vierarmige Monstrum Goro sich durch eine Scheune prügelt, das Echsenwesen Reptile einen Trailer auseinandernimmt und Sub-Zero Hagelstürme durch eine Geschäftsstraße jagt, so erinnert dies unfreiwillig an Werke wie „Masters of the Universe“ (1987). Filme, die aufgrund teils harter Budget- und SFX-Limitierungen sich dazu gezwungen sahen, die phantastischen Visionen der Vorlage in die schnöde Realität zu übertragen. Im Falle von „Mortal Kombat“ wäre dies vielleicht gar nicht mal nötig gewesen, die Entscheidung des Films aber als eine Art Prequel zu fungieren und nicht zu viel Zeit in den extraterrestrischen Welten zu verbringen, verschafft diesem gewollt oder ungewollt einen gewissen 80s-Flair. Hyper-Realismus trifft auf Hyper-Phantastik, ohne große apologetische Erklärung oder Verklärung.

Dass dies zumindest für die Laufzeit des Werks funktioniert, insofern man es nicht hinterfragen möchte, liegt sicherlich auch am Cast. Besonders Hiroyuki Sanada als Scorpion sticht hervor, obwohl er eigentlich nur eine Nebenrolle einnimmt, aber den Film gewissermaßen eröffnet und abschließt. Seine bloße Präsenz verleiht dem Werk eine gewisse Würde und emotionale Tiefe. Es ist zu hoffen, dass Sanada in den kommenden Fortsetzungen eine größere Rolle einnehmen wird, selbst wenn dieses auf Kosten bereits etablierter Charaktere geschieht. Denn manche von ihnen bleiben leider etwas blass zurück. Insbesondere die Gottheit Lord Raiden (Tadanobu Asano), Mentor der menschlichen Kämpfer, kann sein volles Potenzial noch kaum ausschöpfen. Er leitet die Protagonisten und somit den Zuschauer an, führt sie in die Welt des Netherrealms ein und positioniert damit sämtliche Figuren in den Mittelpunkt des Konflikts, allerdings scheint dieses seine einzige Aufgabe zu sein. Raiden ist somit lediglich ein narratives Werkzeug. Dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben wird wohl eher Kano, gespielt von Josh Lawson. Anfangs als rauer Anti-Held konzipiert, kann sich der Zuschauer eine gewisse Zeit nicht darüber bewusst sein, auf wessen Seite er letztlich stehen wird. Wird man der Vorlage treu bleiben oder einen Twist wagen? Die Antwort sei an dieser Stelle nicht verraten, stellt sie doch die einzige charakterliche Wendung dar.

Mileena (Sisi Stringer) leckt das Blut von ihrem Dolch.
(© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.)

Mit dem Ziel der Videospiel-Vorlage gerecht zu werden, konzipierte man „Mortal Kombat“ von Anfang an als R-Rated-Martial-Arts-Film. Demzufolge darf der Zuschauer reichlichen Gewaltakten beiwohnen, die sich vom Härtegrad sukzessive aufbauen. Das Ableben mancher bekannter Charaktere wird hierbei auf blutige Weise zelebriert. Eine der wenigen Risiken, die das Werk eingeht, denn für eine Fortsetzung dürften diese Fan-Lieblingen somit nicht mehr zur Verfügung stehen. Allerdings bietet das MK-Universum diesbezüglich bekannterweise noch genug kuriose Figuren, die man für brachiale und spektakuläre Leinwand-Kämpfe verheizen kann. Es dürfte somit auch keine Überraschung sein, das genau die Fights die Highlights des Films darstellen. Dennoch muss man hierbei feststellen, dass das sogenannte „Mortal Kombat“-Theme (eigentlich unter dem Titel „Techno Syndrome“ produziert), welches in der Verfilmung von 1995 noch vollkommen inflationär genutzt wurde, keine nennenswerte Erwähnung findet und lediglich leicht referenziert wird. Aber vielleicht will man sich dieses tatsächlich für das eigentliche Turnier aufheben, welches in den Fortsetzungen dann stattfinden soll. Sub-Zero-Darsteller Joe Taslim hat bereits vor Produktionsbeginn für vier weitere Filme unterschrieben. Viel Leinwand-Zeit für noch mehr Kämpfe, noch mehr Fatalitys und dem eigentlichen Kombat.

„Mortal Kombat“ hat den Anspruch aus dem brutalen Prügel-Spiel eine epische Geschichte zu formen, die sich über mehrere Filme erstrecken soll. Ob die Vorarbeit, die mit diesem Werk geleistet wurde, sich letztlich auszahlen wird, lässt sich wohl erst in den kommenden Jahren sagen. Es fehlt dazu schlicht der Kontext der geplanten Saga. Für sich alleinstehend bietet dieses Prequel genug unterhaltsame Schauwerte, die die Handlung, basierend auf der kruden Mythologie der Videospiele, sinnvoll versucht voranzutreiben und hierbei stets bemüht ist, der Vorlage gerecht zu werden.

Markus Haage

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Über Markus Haage 2204 Artikel
Mein Name ist Markus Haage, Chefredakteur und Herausgeber vom Neon Zombie-Magazin. Es gibt nicht sonderlich viel spektakuläres über mich zu erzählen. Ich führe ein sehr langweiliges Leben. Aber falls es doch jemanden interessiert, freue ich mich immer über einen Besuch meiner Website www.markus-haage.de! Danke im Voraus!