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The Devil’s Sword (Indonesien, 1984)

verfasst am 12.August 2008 von Markus Haage

Anno 1987: Die indonesische Regenzeit. Drückende, dichte Hitze raubt den weißen Teufeln den Atem, fadenartige Regengüsse verwandeln das Land in einen trägen Sumpf, die Menschen warten brütend und keuchend auf die Erlösung in Form einer grossen, türkis-farbenden Opiumpfeife. Im von Krokodilstrophäen geschmückten Büro eines Film-Triaden-Bosses kniet ein zerschundener Mann in der Gildenkluft der Trashfilm-Regisseure. Hinter ihm steht ein dickbäuchiger Schläger mit einer entsicherten Maschinenpistole. Der Triadenboss zieht genüsslich an seiner geschmuggelten West-Zigarre und drückt sie auf dem Gefieder eines Papageien aus. „Du willst, also Filme machen, ja?“, fragt der Syndikatsführer den knienden Mann. „Dann pass auf! Hier in meinem Bang´lhak gibt es nur eine Sorte Filme! Und zwar Fantasy-Prügel-Eastern! Fantasy-Prügel-Eastern erster Sahne! Ist das klar? IST DAS KLAR?“

Zwanzig Jahre später: Trotz eindringlicher Warnungen seitens Erich von Dänikens, begibt sich Filmjournalist und Hobby-Archäologe Hellhaim auf eine sehr riskante Reise in das kinematische Herz Indonesiens. Dies sind seine letzten uns bekannten Aufzeichnungen:

Öffentliche Mitteilung der VideoRaiders-Redaktion:
Leider wurde unser verdientes Mitglied Hellhaim bei Recherchen zu dem Film „The Devil’s Sword“ in Indonesien verschleppt. Einem Bekennerschreiben zufolge, welches bei der VideoRaiders-Niederlassung in Mhneg-K’ham mit einem VHS-Tape durch die erst kürzlich getönte Glastür geschmettert wurde, ist er in den Händen der Sekte „Bösewichte auf der Suche nach dem Devil’s Sword in unglaublichen Protozoten-Übertrash“ (freie Übersetzung; unser indonesische Übersetzer wurde kürzlich von einem Troglodog gefressen). Zur Zeit sind keine Angaben zu seinem Status verfügbar. Kondolenzen werden entgegen genommen.

Um dennoch unserer filmjournalistischen Verantwortung auch in dieser schweren Zeit der Trauer nachzukommen, reichen wir folgendes Bildmaterial nach, welches ausreichen muss, um den Wahnsinn, komprimiert auf 80 Minuten, dem neugierigen Leser zu verdeutlichen:

(© Best Entertainment)
(© Best Entertainment)
(© Best Entertainment)
(© Best Entertainment)
(© Best Entertainment)
(© Best Entertainment)
(© Best Entertainment)
(© Best Entertainment)
(© Best Entertainment)
(© Best Entertainment)

Fatality:
„The Devil’s Sword“ ist aus dem Jahr 1984, aus dem fernen Land Indonesien und zerhämmert Gehirne wie „Macho Man“ Randy Savage seine Gegner. Als Fazit bleibt zu diesem Film nur ein oft gehörtes, aber selten so nachdrücklich gemeintes Statement: „Kaufen. Kucken. (um)Kippen.

P.S.: Mitten im Urwald fand man folgende Tagebuchaufzeichnung von Hellhaim…

Markus Haage

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Über Markus Haage 2118 Artikel
Mein Name ist Markus Haage, Chefredakteur und Herausgeber vom Neon Zombie-Magazin. Es gibt nicht sonderlich viel spektakuläres über mich zu erzählen. Ich führe ein sehr langweiliges Leben. Aber falls es doch jemanden interessiert, freue ich mich immer über einen Besuch meiner Website www.markus-haage.de! Danke im Voraus!