Der Nebel – Ein kurzer Rückblick zur TV-Serie

verfasst am 7.März 2018 von Neon Zombie

Eher durch Zufall nun doch die Serien-Adaption von Stephen Kings Kurzgeschichte “Der Nebel” nebenbei gesehen (es folgen leichte Spoiler). Die gleichnamige Verfilmung von Frank Darabont von 2007 ist großartig, die Serie wurde wiederum bereits nach einer Staffel (10 Episoden) abgesetzt. Irgendwie schade. Besonders das großartige Ende (creepiger Cliffhanger) machte Lust auf mehr. Dennoch zeigte die Serie auch auf, dass es schwer ist, eine solch recht einfache Prämisse, die auch noch alle Handlungsorte auf ein Minimum reduziert, über mehrere Folgen, geschweige denn mehrere Staffeln, interessant zu strecken. Man nahm sich extreme Freiheiten. Charaktere und Orte werden nur noch referenziert, selbst der Nebel ist wohl nicht mehr rein wissenschaftlicher Natur. Manchmal funktionierte dies überraschend gut, manchmal leider überhaupt nicht. Es wird nicht geklärt, was der Nebel ist und wo er herkommt. Im Film stammte dieser aus einer “anderen Dimension/Parallelwelt” (wenn ich mich nicht irre). Die Insekten und Tiere im Nebel (ihrer “Atmosphäre”) kamen einfach mit ihm. Hier besitzt es nun eine eher spirituelle Ebene. Wurde von den Militärwissenschaftlern (Arrowhead) das Tor zur Hölle geöffnet? Eigentlich eine interessante Variante, aber wie erwähnt steht und fällt eine Serie mit einer solch einfachen Prämisse und solch reduzierten Handlungsorten mit ihren Charakteren, und diese konnten mich leider nicht vollends überzeugen, auch wenn es den ein oder anderen interessanten Story-Arc gab (Auffallend auch: Es waren wohl aus Kostengründen immer unglaubwürdig wenige Charaktere, die sich in der Kirche, im Krankenhaus und der Mall, den drei Haupthandlungsorten, befanden).

Am Ende hätte diese Variante von “Der Nebel” sicherlich als in sich abgeschlossene Mini-Serie besser funktionieren können. Quasi 8 Folgen im Film-Format, ähnlich wie “The Stand” oder “Der Sturm des Jahrhunderts”.

Neon Zombie

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