Die Halloween-Filme – Eine unaufhaltsame Kraft

verfasst am 9.Juli 2018 von Neon Zombie

John Carpenters „Halloween – Die Nacht des Grauens“ gilt als wegweisender Klassiker seines Genres. Er hat das Slashergenre nicht begründet, aber maßgeblich geprägt. Insgesamt zog er acht Fortsetzungen sowie zwei Remakes nach sich. Und auch noch heute, mehr als vierzig Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Films, kehren die Macher wieder zur Filmreihe zurück, um Michael Myers’ Geschichte weiterzuerzählen …

Szenenbild aus dem Trailer: Michael Myers, der Schrecken aller Babysitter, kehrt in „Halloween“ dieses Jahr zurück.
(© Universal Pictures)
„Jessy – Die Treppe in den Tod“, einer der ersten modernen Slasher. Hier unter dem Alternativtitel „Silent Night Evil Night“.
(© Warner Bros.)

Oftmals wird John Carpenters „Halloween – Die Nacht des Grauens“ („Halloween“, 1978) als Begründer des modernen Slasherfilmgenres bezeichnet, doch dies stimmt so eigentlich nicht. Der Film entwickelte sich zu einem vollkommen überraschenden Publikumserfolg und begründete die Regiekarriere von John Carpenter, einem der einflussreichsten Filmemacher des späten 20. Jahrhunderts, aber schon weit vor Michael Myers existierte der Slasherfilm als Subgenre des Horrorfilms. „Halloween – Die Nacht des Grauens“ machte diesen bei der großen, breiten Masse zwar populär und trat damit eine ganze Welle von Ablegern – wie etwa „Prom Night – Die Nacht des Schlächters“ („Prom Night“, 1980), „Blutiger Valentinstag“ („My bloody Valentine“, 1981), „Brennende Rache“ („The Burning“, 1981) oder „Blutiger Sommer – Das Camp des Grauens“ („Sleepaway Camp“, 1983) – los, begründete diesen aber eben nicht. Als erste moderner Slasher gelten Mario Bavas „Im Blutrausch des Satans“ („Reazione a catena“, 1971) als auch Bob Clarks „Jessy – Die Treppe in den Tod“ („Black Christmas“, 1974). Beide Filme führten Charakteristika ein, die für dieses Subgenres des Horrrorfilms bestimmend waren und von anderen Produktionen, wie etwa „Communion – Messe des Grauens“ (1976) oder „Drive-In Killer“ (1976), aufgegriffen wurden. Gleiches gilt eben auch für „Halloween – Die Nacht des Grauens“. Das sogenannte Final Girl, das weibliche Opfer des Täters, welches den Film überlebt und den Täter am Ende niederstreckt, wurde quasi auch von Carpenter übernommen, er fügte diesem allerdings weitere Eigenschaften hinzu, die dann wiederum von anderen Filmen aufgegriffen wurden. Michael Myers Opfer Laurie Strodes, gespielt von Jamie Lee Curtis, deren Mutter Janet Leigh bereits in Alfred Hitchcocks „Psycho“ (1960) niedergestreckt wurde, ist ein durchweg naives und braves Mädchen, welches sich keinen pubertierenden Gelüsten hingebt, und sie ist es auch, die am Ende überleben wird. Die Unschuld siegt somit. Auch wenn dies in aller Konsequenz von Carpenter so nicht beabsichtigt gewesen ist (der Charakter von Laurie Strodes war eben einfach darauf angelegt), wurde auch dies in zahlreichen populären Slasher-Franchises, wie etwa „Freitag der 13.“ („Friday the 13th“, 1980) oder „Nightmare – Mörderische Träume“ („A Nightmare on Elm Street“, 1984), konsequent übernommen und manifestierte sich im Grunde als feste Regel des Genres. Noch in Wes Cravens „Scream“ (1996), im Grunde eine Parodie auf dieses Subgenre, werden diese Charakteristika des Final Girls als feste Slasherfilm-Regeln hervorgehoben (Zitat: „1. You will not survive if you have sex 2. You will not survive if you drink or do drugs.”). Dennoch, als Anbeginn des modernen Slashers sei „Jessy – Die Treppe in den Tod“ noch einmal hervorzuheben, aus diesen vielleicht auch John Carpenter bewusst oder unbewusst inszenatorisch zitiert. So finden sich bereits hier die durch „Halloween – Die Nacht des Grauens“ populär gewordenen Ego-Perspektiven wieder. Carpenters Werk besticht vor allem durch seine konsequente und perfektionistische Umsetzung. Er kreierte einen Film, der nicht nur den Nerv der Zeit traf, sondern auch in seiner Inszenierung neue Maßstäbe setzte. Wie populär der Film war, erkennt man vielleicht auch daran, dass bereits im Jahre 1983 ein offizielles Videospiel zum Film von Wizard Games für den Atari 2006 umgesetzt wurde.

Das Originalplakat zum ersten Film.
(© Compass International Pictures)

Mit einem Produktionsbudget von gerade einmal 325.000 US-Dollar (inflationsbereinigt 2017: zirka 1,21 Millionen US-Dollar) konnte „Halloween – Die Nacht des Grauens“ nur an den US-amerikanischen Kinokassen rund 47 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2017: rund 177 Millionen US-Dollar) einspielen. Ein weltweites Einspielergebnis liegt nicht vor, aber in West-Deutschland sahen ihn 750.000 Zuschauer im Kino. Beeindruckend für einen Low-Budget-Independentfilm. Die Rechte an „Halloween – Die Nacht des Grauens“ hielt Moustapha Akkad, ein syrischer Finanzier und Filmproduzent, der vorab unter anderem die Regie bei dem religiösen Historienepos „Mohammed – Der Gesandte Gottes“ („Mohammad, Messenger of God“, 1976) mit Anthony Quinn in der Hauptrolle führte. Dieser traf John Carpenter auf dem Mailänder Filmfestival und war von dessen Actioner „Assault – Anschlag bei Nacht“ („Assault on Precinct 13“, 1976) beeindruckt. Beide kamen ins Gespräch und Akkad sowie sein befreundeter Filmproduzent Irwin Yablans fragten Carpenter nach der Umsetzung einer ihrer Ideen, die letztlich zur Produktion von „Halloween – Die Nacht des Grauens“ führte. Debra Hill, Carpenters damalige Lebensgefährtin, verfasste das Drehbuch, welches ursprünglich den Titel „The Babysitter Murders“ trug, Yablans änderte diesen dann in „Halloween“ um. „Halloween – Die Nacht des Grauens“ war somit nicht die Kopfgeburt von John Carpenter, aber seine Kreativität und sein Engagement formten das Werk zu einem Klassiker des modernen Horrorfilms. Nach dem überwältigenden Erfolg drängten Akkad und Yablans darauf, eine Fortsetzung zu drehen. Carpenter besaß wenig Interesse daran, er hätte seine Geschichte bereits inszeniert.

Der zweite Teil erweiterte die Mythologie der Reihe maßgeblich.
(© Universal Pictures)

Für „Halloween II – Das Grauen kehrt zurück“ („Halloween II“, 1981) verfassten Carpenter und Hill zwar das Drehbuch, die Regie übernahm allerdings Rick Rosenthal. Dieser zweite Teil setzte direkt nach den Ereignissen von Teil 1 an und besticht vor allem durch seine teils drastischen Gewaltdarstellungen. Obwohl „Halloween – Die Nacht des Grauens“ genau darauf verzichtete und dies letztendlich sogar eine der Stärken des Films darstellte, unterwarf man sich hier nun dem Trend, der durch andere populäre Slasherfilme vorgegeben wurde: kreative und drastische Morde. Dies sorgte wohl auch dafür, dass der zweite Teil in Deutschland bundesweit beschlagnahmt wurde. Die Beschlagnahmung hält bis heute an. Die Kritiker waren von der ersten Fortsetzung nicht beeindruckt, dennoch kann sie finanziell als ein großer Erfolg gewertet werden. Mit einem Budget von 2,5 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2017: 6,7 Millionen US-Dollar) konnte „Halloween II – Das Grauen kehrt zurück“ nur an den US-Kinokassen 25,5 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2017: rund 68,3 Millionen US-Dollar) einspielen. Akkad und Yablans waren natürlich an einem weiteren Film interessiert, doch Carpenter als auch Hill zeigten nur Interesse, wenn man keine direkte Fortsetzung mehr inszenieren würde. Die Geschichte um Michael Myers sei für sie definitiv zu Ende erzählt wurden. In „Halloween III – Die Nacht der Entscheidung“ („Halloween III – Season of the Witch“, 1982) übernahm demnach Tommy Wallace die Regie und verfasste auch das Drehbuch. Wallace arbeitete vorab als Cutter an „Halloween – Die Nacht des Grauens“ sowie Carpenters „The Fog – Nebel des Grauens“ („The Fog“, 1980). Jahre später sollte er auch die Regie bei der Direct-to-Video-Fortsetzung „John Carpenter’s Vampires: Los Muertos“ (2002) führen. „Halloween III – Die Nacht der Entscheidung“ erzählte demnach eine vollständig neue Geschichte, die keinerlei Verweis auf Michael Myers oder Haddonfield enthielt. Bei Erfolg hätte man jedes Jahr einen neuen Halloween-Film herausgebracht, der eben eine neue Geschichte erzählt hätte. Leider blieb der Erfolg aus und konnte an den US-Kinokassen nur 14,4 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2017: rund 36 Millionen US-Dollar) einspielen. Das Experiment war damit gescheitert, wollte man die Reihe fortführen, so musste man nach Haddonfield zurückkehren, mit oder ohne Carpenter.

„Halloween III – Die Nacht der Entscheidung“ gilt mittlerweile als Kulthorror.
(© Universal Pictures)

Es dauerte fast sechs Jahre bis ein weiterer Film in die Kinos kam. Mit „Halloween IV – Michael Myers kehrt zurück“ („Halloween 4: The Return of Michael Myers“, 1988) besann man sich, wie der Titel es schon verrät, auf die Wurzeln der Reihe zurück. Michael Myers sollte wieder im Mittelpunkt stehen und die treibende Kraft der Handlung sein. Ursprünglich waren John Carpenter als auch Debra Hill in das Projekt involviert, doch nachdem man ihre Ideen als auch das daraus resultierende fertige Drehbuch von Dennis Etchison ablehnte, verkauften sie sämtliche Rechte an dem Franchise an Moustapha Akkad. Carpenter und Hill schlossen damit endgültig mit „Halloween“ ab und wandten sich neuen, anderen Projekten hinzu. „Halloween IV – Michael Myers kehrt zurück“ stellte zwar an den US-Kinokassen keinen überwältigenden Hit dar, fand sein Publikum allerdings international und vor allem auf dem boomenden Videomarkt. Weitere Filme waren damit nur noch Formsache. Teil 4 stellt innerhalb der Filmreihe auch den Anbeginn einer „Trilogie“ dar.

(© Trancas International)
(© Trancas International)
(© Trancas International)

1989 folgte „Halloween V – Die Rache des Michael Myers“ („Halloween 5: The Revenge of Michael Myers“) und 1995 „Halloween VI – Der Fluch des Michael Myers“ („Halloween: The Curse of Michael Myers“). Teil 5 galt auch bei Akkad als großer Misserfolg und er nahm sich mehrere Jahre Zeit, um das Franchise neu auszurichten. Das Ergebnis sollte eben der sechste Film darstellen, dessen Produktion allerdings durch den Tod von Darsteller Donald Pleseance, der seit Teil 1 Myers’ Arzt Dr. loomis spielte, behindert wurde. Das gesamte Drehbuch musste umgeschrieben und den bereits gedrehten Szenen mit Pleseance angepasst werden. Das Ergebnis war eben ein teils sehr konfuser sechster Teil, der das klassische Halloween-Franchise im Grunde beendete, auch wenn er viele Fragen offen ließ und neue Handlungselemente für weitere Fortsetzungen einführte. Mittlerweile existiert von „Halloween VI – Der Fluch des Michael Myers“ ein sogenannter Producer’s Cut, der den ursprünglichen Film wieder versucht herzustellen. Die Unterschiede sind enorm und geben eindeutige Verweise auf die nie realisierten, aber eben angedachten weiteren Filme.

„Halloween: H20“ ignorierte alle Filme ab Teil 3.
(© Dimension Films)

Nach dem Erfolg von Wes Cravens „Scream“ kam es Mitte bis Ende der 1990er-Jahre kurzzeitig zu einem Revival des klassischen Slasherfilms. Filme wie „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ („I Know What You Did Last Summer“, 1997) oder „Düstere Legenden“ („Urban Legends“, 1998) erfreuten sich unter dem jugendlichen Zielpublikum großer Beliebtheit, dementsprechend wirkt es auch fast natürlich, dass man dies als Anlass nahm einen weiteren Halloween-Film in die Kinos zu bringen. An einer direkten Fortführung der klassischen Reihe war man nicht mehr interessiert, so dass man die Teile 3–6 komplett ignorierte. Mit „Halloween H20“ („Halloween H20: 20 Years Later“, 1998) wollte man das zwanzigjährige Jubiläum der Filmreihe nicht nur zelebrieren, sondern auch zu ihren Wurzeln zurückkehren. Der Film stellt eine direkte Fortsetzung von „Halloween II – Das Grauen kehrt zurück“ dar und erzählt die Geschichte von Laurie Strodes, Jamie Lee Curtis’ Charakter, weiter. Ursprünglich wollte Curtis auch alle Beteiligten des Originalfilms für das Projekt zurückgewinnen, doch Carpenters Gage als Regisseur sollte rund zehn Millionen US-Dollar betragen, eine Entschädigung für nicht gezahlte Gewinnbeteiligungen an Teil 1. Akkad war nicht gewillt diese Summe aufzubringen, so dass Carpenter das Projekt wieder verließ. „Halloween H20“ entwickelte sich zu einem großen Hit und konnte weltweit rund 85 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2017: rund 128 Millionen US-Dollar) einspielen.

Obwohl Michael Myers am Ende des Films von Laurie Strode geköpft wurde, entschied man sich vier Jahre später dazu einen weiteren Film zu drehen. Der erzwungene Twist, um eine Fortsetzung zu rechtfertigen: Strode köpfte am Ende von Teil 7 nicht Myers, sondern lediglich eine Person, die seine Maske trug, so wurde es zumindest am Anfang von „Halloween: Resurrection“ (2002) erklärt. Jamie Lee Curtis war zu einem 30-sekündigen Cameo-Auftritt vertraglich verpflichtet, willigte am Ende aber sogar ein, die gesamte Eröffnungssequenz, in der ihr Charakter von Myers ermordet wird, zu stemmen. So konnte man zumindest einen halbwegs „eleganten“ Übergang herstellen, auch wenn der erwähnte (nachträgliche) Fake-Tod von Myers in Teil 7 einer der inhaltlich merkwürdigsten Momente der Serie bleibt. Teil 8 konnte die Zuschauer weder in den Kinos noch auf dem DVD-Markt begeistern. Aufgrund des phänomenalen Erfolges von „Blair Witch Project“ („The Blair Witch Project“, 1999) versuchte man wohl das junge Zielpublikum über ein in die Story eingeflochtenes Reality-TV-Format durch Found-Footage-Material zu begeistern. Letztlich muss man dazu aber wohl leider sagen, dass man hier zwei Elemente (klassischer Horror und neumodische Inszenierung) versuchte zu verbinden, die einfach nicht zueinander passten. Nach dem Misserfolg von Teil 8 wurde die klassische Filmreihe endgültig begraben, obwohl man einen direkten neunten Film mit Josh Hartnett in der Hauptrolle plante. Dieser spielte bereits in „Halloween H20“ den Sohn von Laurie Strodes und sollte sich in diesem Film an Michael Myers rächen. Moustapha Akkad verstarb allerdings am 11. November 2005 bei einem Terrorattentat in Amman, Syrien. Er war seit Teil 1 die treibende Kraft hinter dem Franchise. Mit ihm starben somit auch die Pläne für eine direkte Fortführung der Filmreihe.

…und er ist doch wieder da: Michael Myers in „Halloween: Ressurection“. Dafür muss Laurie Strode aber nun endgültig sterben. Zumindest bis zum aktuellen Sequel, welches diesen Film ignoriert.
(© Dimension Films)
Rob Zombies Remake spaltete die Fangemeinde.
(© Dimension Films)

Mittlerweile besaß Dimension Films die Produktions- und Vertriebsrechte an der Halloween-Filmreihe. 2006 verkündeten sie, dass sie an einer Neuverfilmung arbeiten würden. Die Regie sollte Rob Zombie übernehmen. Carpenter, auch wenn er gefragt wurde, lehnte jegliche Zusammenarbeit ab. Rob Zombies „Halloween“ (2007) kam am 31. August 2007 in due US-Kinos und konnte weltweit rund 80 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2017: rund 95,3 Millionen US-Dollar) einspielen. Ein finanzieller Erfolg, der sich allerdings in den Kritiken nicht niederschlug. Fans als auch Kritiker standen dem Film mehrheitlich negativ gegenüber. Zombie versuchte, das Böse, die Natur Michael Myers, zu erforschen und damit auch zu erklären. Dies stand im vollkommenen Kontrast zu Carpenters ursprünglicher Intention. Myers sei seiner Meinung nach, immer eine unaufhaltsame Kraft gewesen, die man nicht aufhalten oder erklären könnte. Er sei schlichtweg das Böse. 2009 versuchte sich Rob Zombie an einer direkten Fortsetzung. „Halloween II“ (2009) konnte zwar weltweit immerhin noch 39 Millionen US-Dollar einspielen (inflationsbereinigt 2017: rund 45 Millionen US-Dollar), doch durch die schleppenden DVD- und Blu-ray-Verkäufe merkte man, dass seine Vision der Halloween-Serie keine große Zukunft haben wird. Eine Zeit lang spielte Dimensions Films mit der Idee, seine Filmreihe zumindest mit einem dritten Teil unter dem Titel „Halloween 3D“ abzuschließen, aber auch diese Pläne zerschlugen sich letztendlich. Mittlerweile hat Zombie das Halloween-Franchise offiziell verlassen.

Im Oktober 2015 versuchte man unter dem Titel „Halloween Returns“ mit einer direkten Fortsetzung von „Halloween II – Das Grauen kehrt zurück“ das Franchise wiederzubeleben. Man hätte somit alle Filme seit dem zweiten Teil vollständig ignoriert. Dieses Projekt wurde intern weiter vorangetrieben, ein Drehbuch gar verfasst, letztlich allerdings nicht mehr umgesetzt. Malek Akkad, Sohn von Moustapha Akkad, entschied sich gegen „Halloween Returns“, da es seitens der mittlerweile globalen Fan-Gemeinde keine nennenswerten oder gar enthusiastischen Reaktionen gab. Dies änderte sich erst im Mai 2016, als Miramax und Blumhouse Productions bekannt gaben, dass John Carpenter höchstpersönlich an der Produktion eines neuen Halloween-Films arbeiten wird. Hierbei handelt es sich nicht um ein Remake, sondern ein Sequel. Der neue Film mit dem schlichten Titel „Halloween“ versteht sich als direkte Fortsetzung des Originalfilms und wird alle Filme nach diesem ignorieren. Dies gilt auch für Teil 2. Damit wird sogar Laurie Strode, die abermals von Jamie Lee Curtis verkörpert wird, nicht mehr Myers’ Schwester sein, denn dies wurde erst im zweiten Teil etabliert. Somit eröffnet sich abermals eine neue Timeline innerhalb der Reihe. Carpenter wird aber nicht Regie führen, auch nicht das Drehbuch schreiben, sondern als Creative Consultant, Komponist und ausführender Produzent einer neuen Generation von Filmemachern zur Seite stehen. In einem offiziellen Statement sagte er: „Thirty-eight years after the original ‘Halloween’, I’m going to help to try to make the 10th sequel the scariest of them all.“ Ob ihm dies gelingt, werden wir an Halloween 2018 in den Kinos sehen können.

Die Halloween-Filmreihe umspannt nun mehr vierzig Jahre und brachte bisher zehn Spielfilme, unzählige Comics und Romane sowie Videospiele hervor. Michael Myers, oft von Fans nur als „The Shape“ bezeichnet, gehört zu den Ikonen des US-amerikanischen Horrorkinos der 1980er-Jahre, der erste Film zählt wiederum zu den ganz großen Klassikern des modernen Horrorkinos. Er erfand das Slasherkino nicht, wie oftmals falsch behauptet wurde, doch definierte es maßgeblich mit und etablierte es beim Massenpublikum. Ohne „Halloween – Die Nacht des Grauens“ hätte es zahlreiche populäre Horrorproduktionen der 1980er-Jahre wohl nie gegeben, weil schlichtweg die durch „Halloween“ ausgelöste wirtschaftliche Nachfrage nicht vorhanden gewesen wäre. Für Carpenters Karriere stellte der Film die Etablierung als respektierten Filmemacher dar, dem man danach weitere große Produktionen zutraute. Gleiches galt natürlich auch für die Screamqueen Jamie Lee Curtis, der Film war der Anbeginn ihrer schauspielerischen Karriere. „Halloween – Die Nacht des Grauens“ und auch alle folgenden Produktionen, seien sie gut oder schlecht, waren schon immer mehr als nur ein Film. Sie waren wie Michael Myers, eine unaufhaltsame Kraft…

Neon Zombie

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Über Neon Zombie 1924 Artikel
Mein Name ist Markus Haage, Chefredakteur und Herausgeber vom Neon Zombie-Magazin. Es gibt nicht sonderlich viel spektakuläres über mich zu erzählen. Ich führe ein sehr langweiliges Leben. Aber falls es doch jemanden interessiert, freue ich mich immer über einen Besuch meiner Website www.markus-haage.de! Danke im Voraus!