Apple hat kürzlich seinen neuen Streaming-Dienst namens Apple TV+ vorgestellt und in diesem Zuge einige vielversprechende neue Projekte präsentiert. Hierunter fällt auch die Sci-Fi-Serie „For All Mankind“, die in ihrer inszenatorischen Qualität, zumindest basierend auf dem ersten Trailer, mehr als nur vielversprechend ist.
Die neue Sci-Fi-Serie von Ronald D. Moore, Schöpfer des „Battlestar Galactica“-Reboots, mit Joel Kinnaman in der Hauptrolle, wird am 1. November zum Start von Apple TV+ online gehen und in der ersten Staffel zehn Episoden umfassen. In dieser Alternate-History-Serie landen die Sowjets Ende der 60er-Jahre zuerst auf dem Mond, was die Amerikaner dazu anspornt noch größer zu träumen und nicht nur als erste Menschen den Mars zu betreten, sondern unsere Galaxie zu verlassen.
Ein großartiger Twist als Prämisse. Denn es ist tatsächlich so, dass mit der Mondlandung das „Space-Race“ quasi für beendet galt. Die Amis hatten „gewonnen“, das Interesse an einer weiteren Erforschung des Weltalls ebbte teils drastisch ab. Objektiv betrachtet, haben zwar die Kosmonauten der Sowjetunion weitaus mehr Rekorde gebrochen, aber im kollektiven Gedächtnis blieb die Mondlandung als größtes historisches Ereignis der bisherigen Raumfahrt hängen, obwohl der Mond auch „nur“ ein Erdtrabant ist und es bis heute nicht gelungen ist, einen Menschen auf einen fremden Planeten zu schicken. Wie zum Beispiel zum Mars. Die Mondlandung besaß einen merkwürdigen Sättigungseffekt und mit der Raumfahrt ging es danach merklich „abwärts“. Aber was wäre gewesen, wenn die Mondlandung durch die Sowjets einen genauso großen Schock ausgelöst hätte, wie in der Realität der erste sowjetische Satellit Sputnik anno 1957? Vielleicht wären wir dann tatsächlich bereits auf dem Mars gelandet. Vielleicht. Die Serie könnte es uns verraten.
‐ Markus Haage
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