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Die zehn gefährlichsten (fiktiven) Waffen der Filmgeschichte!

verfasst am 13.März 2009 von Markus Haage

Ob Dirty Harrys M.44, Leatherfaces Kettensäge, Rambos Messer, Jasons Machete, Chuck Norris’ Fäuste – die Filmgeschichte steckt voller Waffen, die mal zur Rettung der Welt oder auch zur Verrichtung von unbeschreibaren Grausamkeiten benutzt wurden. So unterschiedlich sie auch sein mögen, eines haben sie gemeinsam: Sie sind keine Erfindungen durchgeknallter Drehbuchautoren, sondern entstammen allesamt der Realität. Da wir selbstredend friedfertige Menschen sind, möchten wir auch gar nicht diesen realen Mordwerkzeugen huldigen – sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen und sich davon inspirien lassen (Gott bewahre!) – deswegen: die zehn gefährlichsten (fiktiven) Waffen der Filmgeschichte!

10. Orgazmorator
Film: „Orgazmo“ (1997)

(© New Vision)

Man mag es kaum glauben – aber in der ansonst so glückseligen und gerechten Porno-Welt will doch tatsächlich ein schmieriger Sexfilm-Produzent durch fingierte Verträge junge Damen ausbeuten und sein Bankkonto füllen. Glücklicherweise findet sich der gutgläubige Joe nicht damit ab. Verkleidet als Orgazmo und bewaffnet mit dem Orgazmorator, der jeden Gegner sofort zum Höhepunkt bringt, gebietet er den fiesen Porno-Bossen Einhalt. Diese Waffe verletzt und tötet niemanden und ist somit neben Ghandis Ashima woll das friedfertigste Mittel zur Konfliktschlichtung der Menschheitsgeschichte. Schnöde Gags in Bezug auf die Feuerkraft und die Auswirkung dieser Waffen spare ich mir an dieser Stelle mal.

9. Oddjobs Melone
Film: „Goldfinger“ (1964)

(© Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.)

Eine Melone, die wie ein Frisbee geworfen werden kann und dessen Kanten so scharf sind, das sie Köppe absäbelt, muss selbstredend Einzug in die Hallen der besten (fiktiven) Filmwaffen halten. Und besagte Melone gehört zu keinem Geringeren als Oddjob – Goldfingers rechte Hand. Koreaner, Katzenesser, Kraftpaket und Knirps. Mit seiner rechten Hand zerdrückt er schonmal Golfbälle, während er mit seiner Melone Bond-Liebschaften ausschaltet. Doch seine beste Waffe wird auch zu seiner Todesfalle. In Fort Knox prügeln sich Bond und Oddjob die Locken aus dem Schädel, bis Oddjobs Melone an einem Stahlgitter festklemmt, welches von Bond unter Strom gesetzt wird. Beim Versuch die Melone zu greifen, wird Oddjob geschmorrt – seine Karrie als Handlanger ist beendet, seine Melone bleibt in Erinnerung. Schade, Pan Tau hätte ich es mehr gegönnt…

8. Der totale Dehydrator
Film: „Batman hält die Welt in Atem“ (1966)

(© 20th Century Fox Film Corp.)

Heiliger Dehydrator! Der Pinguin ist im Besitz einer mächtigen Waffe, die ihren Opfern sämtliche Körperflüssigkeiten entzieht. Da der menschliche Körper zu 90% aus Wasser besteht, bleibt nicht mehr als ein kleines, farbiges Häuflein übrig. Somit kann der Pinguin den gesamten Weltsicherheitsrat dehydrieren – oder seine hauseigene Schlägertruppe, eine Horde bärtiger Seemänner, um sie dann gut verpackt und versteckt im Handgepäck in die Bathöhle zu schmuggeln und dort mit Leitungswasser wieder zu redehydrieren! Ganz schön wilde Sache. Deswegen Platz 7.

7. Freddy Kruegers Klingenhandschuh
Film: „A Nightmare on Elmstreet“ (1984)

(© Warner Bros. Ent.)

1984 erschuf Wes Craven eine der bekanntesten Ikonen des modernen Horrorfilms: Freddy Krueger, perfider Serienmörder, der Rache an allen Nachkommen der Eltern Springwoods nimmt, die ihn bei lebendigen Leibe in seinem Keller verbrannten. Nicht zu Unrecht. Denn als er noch ein quicklebendiger Mensch war, gestaltete er seine Freizeit mit dem Töten von Kindern. Nun kehrt er als paranormaler Killer in den Träumen zurück. Seine gefährlichste Waffe: die Angst der Jugendlichen – und sein Klingenhandschuh, den er sich bereits zu Lebzeiten anfertigte. Dieser Lederhandschuh wurde an den Fingern (mit Ausnahme des Daumens) mit scharfen Klingen versehen, die es ihm Erlauben auf grausamste Art und Weise seine Opfer zu quälen oder gar zu töten. Wie Leatherfaces Kettensäge, Jasons Machete oder Michaels Messer darf Freddys Klingenhandschuh mittlerweile als eigenständiger Teil der Popkultur angesehen werden (wer „Fallout 3“ besitzt, darf ihn sogar benutzen…).

6. Der goldene Colt
Film: „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974)

(© Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.)

Abteilung: Stylische Standard-Waffe. Zugegeben: Hierbei handelt es sich eigentlich um gar keinen Colt. Diese Bezeichnung für die vom Auftragskiller Scaramanga (der sich zum Ziel gemacht hat, James Bond zu töten) benutzte Waffe, wurde von der Verleihfirma lediglich gewählt, damit der deutsche Titel einen besseren Klang erhält – im Original ist die Waffe lediglich als „gun“ bezeichnet. Eben als Pistole oder Revolver. Allerdings ist diese Waffe mehr als nur ein schnödes Schießeisen. Abgesehen von der Tatsache, dass diese vergoldet ist und jeweils nur eine (sehr tödliche) Kugel abfeuern kann, würde sie alle Kontrollen am Flughafen überstehen. Sie setzt sich nämlich aus mehreren Gebrauchsgegenständen zusammen. So hat es sich Scaramanga zur Gewohntheit gemacht sich mit seinem Opfer vor dem tödlichen Schuß Gentleman-like zu unterhalten – während er seelenruhig aus einem Füllfederhalter, einem Feuerzeug, einem Manschettenknopf und einem Zigarrenetui seinen „goldenen Colt“ zusammenzimmert.

5. Armat M41A Pulse Rifle
Film: „Aliens“ (1986)

(© 20th Century Fox Film Corp.)

Auf einem Planeten voller Aliens hilft nur die geballte Feuerkraft des 23.Jahrhunderts, am besten trag- und nachladbar. Etwa wie das Armat M41A, die Standardwaffe des U.S. Colonial Marine Corps. Ein luftgekühltes vollautomatisches 10-mm-Kaliber-Sturmfeuergewehr (mit Munition 4,9 kg schwer), welches bis zu 900 Schuß pro Minute abfeuern kann, mit einer Digitalanzeige der verbleibenden Schüsse versehen ist, sowie einem eingebauten Abdämpfungsmechanismus, der es den Schützen erlaubt trotz der Feuerkraft die Waffe ruhig auf das Ziel zu halten. Des Weiteren verfügt das Gewehr über einen 30-mm-Raketenwerfer, der individuell auf Wunsch des Schützens ober oder unter den Lauf montiert werden kann. Ebenfalls als Standalone-Geschütz kann es eingesetzt werden, in dem es via Bewegungsmelder auf alles feuert, was sich in einem Umkreis von 2 Kilometern Meter auf sich zu bewegt (wobei die effektivste Schußreichweite 500 Meter beträgt). Noch Fragen?

4. Protonen-Pack
Film: „Ghostbusters“ (1984)

(© Sony Pictures Productions Inc.)

Von Dr. Egon Spengler entwickelt, hilft das Protonen-Pack im Kampf gegen paranormale Aktivitäten, in dem es einen Protonenstrahl abfeuert, der die negative Energie ektoplastischer Wesen polarisiert und somit in Schach hält. Ob diese Aktivität ein schnöder Poltergeist, ein schleimiges Etwas, eine schwummerige Spukgestalt oder ein schwülstiger Dämonen-Hund ist, sei mal dahingestellt. Mit dem Protonen-Pack ist man immer gut gewappnet – solange man die Protonen-Strahler nicht kreuzt, denn dann kommt es zu einer thermo-nuklearen Reaktion und Doomsday im Kleinformat ist angesagt. Jedenfalls sollte dies nur wirklich als letzte Notlösung angesehen werden – wenn man z.B. auf dem Dach eines von Ivo Shandor erbauten Penthouses steht, im Genick einen 300-Meter-hohen Marshmallow-Man randalieren hat und sich vor den Augen ein interdimensionales Tor öffnet, welches dem Zeitreisenden Gozer, den Gozerianer erlaubt die Welt zu versklaven – ja, dann kann man über das Kreuzen der Strahlen nachdenken.

3. Der Todesstern
Film: „Krieg der Sterne“ (1976)

(© Lucasfilm Ltd.)

Entgegen der Meinung von abgewrackten Schmugglern mit gröhlendem Flokati an der Seite, ist es kein Mond – sondern eine RAUMSTATION! Laut Groß-Muftie Wilhuff Tarkin (neu-deutsch: Grand Moff Tarkin; nebenbei Peter Cushing FTW!) sogar das stärkste und furchteinflößendste Waffensystem der Galaxis, dessen Feuerkraft ausreicht um ganze Sternensysteme zu vernichten. Zumindest den Planeten Alderaan, Heimat von Prinzessin Leia. Um diesen interstellaren Kriegskoloss in Schuß und jederzeit kampf- und einsatzbereit zu halten, wird ein Gesamtpersonal von 1.179.293 Angestellten benötigt. 265.675 Klempner, Elektriker, Köche, Reinungskräfte, sowie 52.276 Kanoniere, 607.360 Soldaten, 30.984 Sturmtruppler, 180.216 Piloten, 42.782 Waffen-Techniker, die sich unteranderem um die Instandhaltung der 7.293 TIE-Fighter, 10.000 Turbolaser, 2.600 Ionen-Kanonen, sowie 768 Traktor-Strahler kümmern müssen. Einen Belüftungsschacht gibt’s auch (wozu braucht eine Raumstation einen Belüftungsschacht?) – um den kümmert sich allerdings keiner. Das reicht aus, um das ganze Ding mit einem gezielten Abschuss eines Lasertorpedos zu vernichten. Da hat der Bauherr aber gepennt…

2. Lichtschwert
Film: „Krieg der Sterne“ (1976)

(© Lucasfilm Ltd.)

Keine Frage – das Lichtschwert ist die wohl coolste Waffe in der Geschichte des Films. Jetzt könnte man in langen Sätze über die Technik und Vorzüge dieser eleganten Stichwaffe schwadronieren – angefangen über den Machtkristall, der dem Lichtschwert seine Farbe gibt, bis hin zu den Energiezellen, die, die benötigte Plasmaenergie erzeugen. Aber das alles ist vom Prinzip her vollkommen uninteressant, denn was diese Waffe wirklich auf Platz Zwei befördert, sind keine fiktiven Fakten. Welches Kind der 80er ist nicht schon mal mit einer Taschenlampe auf dem Bett rumgehopst und hat zu jeder Bewegung den berühmten Djjjjiiiiuuuummmm!-Sound nachgeahmt? Richtig, jedes! Grund genug für Platz Zwei! Denn die Taschenlampe ist nur die Spitze des Eisberges…gebt es zu! Gehstock? Djjjjiiiiuuuummmm! Gurke? Djjjjiiiiuuuummmm! Baseballschläger? Djjjjiiiiuuuummmm! Tonangel? Djjjjiiiiuuuummmm! Brecheisen? Djjjjiiiiuuuummmm! Und Überhaupt! Djjjjiiiiuuuummmm! Djjjjiiiiuuuummmm!

1. McGyvers tödliche Kombination aus Schweizer Armee-Taschenmesser und Panzerband
TV-Serie: „McGyver“ (1988)

(© CBS)

Todesstern, Lichtschwert, Protonen-Pack? Alles für Pussies. Denn Herr Angus McGyver, US-Geheimagent alter Schule (komplett mit Fliegerjacke und Nackenspoiler), verabscheut handelsübliche Waffen – und baut deshalb aus Alltagsgegenstände seine eigenen. Alles was er dazu braucht ist sein Schweizer Armee-Taschenmesser und Panzerband – für seine Gegner eine tödliche Kombination! Ihr braucht ’ne Atombombe? Kein Problem! McG zückt sein Messer und spannt das Panzerband – in Verbindung mit einem altem Damenfahrrad und ’nem Glas ranziger Mayonaise baut er gleich ’ne H-Bombe – gebt ihm noch ’ne Palette Hansa-Pils und einen Gummireifen dazu und aus der H-Bombe wird der Kampfstern Galaktika. Unmöglich? Nicht für McG.

Markus Haage

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Über Markus Haage 2118 Artikel
Mein Name ist Markus Haage, Chefredakteur und Herausgeber vom Neon Zombie-Magazin. Es gibt nicht sonderlich viel spektakuläres über mich zu erzählen. Ich führe ein sehr langweiliges Leben. Aber falls es doch jemanden interessiert, freue ich mich immer über einen Besuch meiner Website www.markus-haage.de! Danke im Voraus!