Update zur Lage der Fangoria

verfasst am 13.Februar 2017 von Neon Zombie

Die US-Horrorzeitschrift Fangoria hat heute ein Statement veröffentlicht, indem es heißt, dass man auch 2017 weiter existieren und sich bemühen werde, weitere Print-Ausgaben zu produzieren. Auch die verpassten Ausgaben sollen nachproduziert werden. Dies hört sich erst einmal positiv an, aber die Fangoria hat selber gesagt, dass es sich um einen harten Kampf handelt, den man nun führen muss. Ein Uphill-Battle unter massiven finanziellen Druck, da vor allem die Preise für Print-Werbung in den Keller gegangen sind (ohne Werbung können Print-Magazine am Vertriebsmarkt nur schwer überleben, weswegen die Fangoria auch den Direktvertrieb versuchte).

Hintergrund: Vorgestern hat der ehemalige Chefredakteur Henley via Twitter verkündet, dass er seit Dezember 2016 kein Gehalt mehr bekommen hat und nur noch eine minimale Chance sieht, dass die Fangoria weitergeführt wird. Die letzte Print-Ausgabe der Fangoria wurde im Oktober 2015 an den US-Zeitschriftenhandel ausgeliefert. Seitdem sind nur drei Ausgaben in 2016 erschien, von denen eine Ausgabe auch nur als digitale Version erhältlich ist. Seitdem gibt es reihenweise Beschwerde der Abonnenten, da diese ihre Ausgaben seit Oktober 2015 nicht mehr erhalten und bereits dafür bezahlt hätten. Die letzte Ausgabe der Fangoria erschien im September 2016, eine Print-Version nur noch auf direkter Nachfrage.

Die Fangoria ist leider nicht das einzige traditionsreiche Fachblatt, das zu kämpfen hat. Der Fangoria-Ableger Gorezone erscheint seit 1 1/2 Jahren nicht mehr, auch hier geht man davon aus, dass dieser nun endgültig tot ist. Das kanadische Horrormagazin Rue Morgue gibt es seit diesem Jahr nur noch sechs Mal im Jahr (vorher 11 Mal). Das Independent-Kult-Magazin “Video Watchdog” musste letztes Jahr die Insolvenz anmelden.

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