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Die Mitternachtspremiere von Episode I

verfasst am 19.August 2017 von Markus Haage

Will sich jemand alt fühlen? Heute vor 18 Jahren, am 19. August 1999, fanden die Mitternachtspremieren zu “Star Wars: Episode I” statt. Auf dem Foto bin ich als Darth Maul zu sehen. Das war vor dem Film. Die Begeisterung sackte dann nach dem Film doch etwas ab… Man beachte auch den selbstgemachten R2D2 im Hintergrund. Das Foto wurde im Kino Roxy Lichtspiele in Helmstedt aufgenommen.

(© Braunschweiger Zeitung)

Der Film startete damals bereits im MAI in den USA. Und ja, schon 1999 gab es Raubkopien. Eine abgefilmte Kopie geisterte durchs Netz. Ein paar Freunde von mir hatten sich diesen mehrmals angeschaut. Eine “fette” 700 MB-Datei. Da musste die Leitung aber ganz schön beansprucht wurden sein. Ich konnte mich verweigern (sicherlich auch, weil ich damals noch keinen Computer besaß), so dass ich den Film tatsächlich bei einer regulären Mitternachtspremiere in einem niedersächsischen Kleinstadt-Kino erstmalig sah. Danach ging es nochmal ins Kino. Diesmal nach Magdeburg in eines der Cineplexe. Die größere Leinwand machte den Film aber auch nicht besser.

Ich erinnere mich noch an eine Sondersendung auf Vox die teilweise von C3PO-Darsteller Anthony Daniels moderiert wurde. Da hatte man Leute von der Straße aufgegriffen und “spontan” gefragt, ob sie den Film schon (im Juli) in London sehen wollen. In einer Nacht- und Nebelaktion fuhren sie dann rüber. Einer der Passagiere erzählte stolz, wie er “Das Imperium schlägt zurück” schon ganze zehnmal gesehen hat. Ein anderer Passagier wollte eigentlich nur zum (alten) Wembley-Stadion. Es gab zahlreiche solcher peinlichen TV-Sondersendungen zum Film. Im Gedächtnis blieb mir noch “taff.” auf Pro7. Die hatten im August fast täglich (eingekaufte?) Berichte und Reportagen über Star Wars-Fans aus den USA. Dort lief auch der erste Trailer anno 1998, den ich via VHS aufnahm und zig tausende Male sah.

Ich kenne aber Leute, die konnten nicht solange warten und flogen extra in die USA, um sich den Film bereits im Mai anzuschauen. So schrieb Torsten Dewi auf seinem Blog Wortvogel.de:

“Star Wars hat mich geprägt, meine Erwartungen an das Kino und das große Abenteuer.

Das war auch der Grund, warum ich im Dezember 1983, als ich nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ aus dem Kino kam, einen Schwur leistete, dessen Ernsthaftigkeit nur ein hormonell übersteuerter 15jähriger zustande bringt: „Wenn der Lucas jemals wirklich einen weiteren Star Wars-Film dreht, fliege ich nach Amerika, um den da zuerst anzuschauen – vor allen anderen.

Viele Torheiten der Jugend vergisst man oder man entschließt sich, sie mit Strähnchen in den Haaren und Lederkrawatten in die Nostalgie-Schachtel der 80er zu legen. Aber ich war immer ein Mensch von hohem Pathos und darum – ja, ich flog im Mai 1999 mit meinem Kumpel Marc nach New York, um bei der Premiere von „The Phantom Menace“ dabei zu sein. Ein Freund vor Ort hatte Karten besorgt. Riesige Schlangen vor dem Kino, es wurden Handzettel für „The Muppets in Space“ verteilt, der zwei Monate später starten sollte.”

Markus Haage

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Mein Name ist Markus Haage, Chefredakteur und Herausgeber vom Neon Zombie-Magazin. Es gibt nicht sonderlich viel spektakuläres über mich zu erzählen. Ich führe ein sehr langweiliges Leben. Aber falls es doch jemanden interessiert, freue ich mich immer über einen Besuch meiner Website www.markus-haage.de! Danke im Voraus!