Mystor – Todesjäger 2 (USA, 1987)

verfasst am 22.Oktober 2000 von Markus Haage

Zweiter Teil der unglaublichen Todesjäger-Tetralogie. Diesmal mit an Bord: Jim Wynorsky – Kapitän unzähliger Trash-Schlachtschiffe (wo soll ich anfangen?), Monique Gabrielle (80er-Penthouse-Dauerwelle) und John Terlesky – denn der Original-Deathstalker hat sich eine Auszeit genommen und taucht erst wieder in Teil 4 auf.

(© Medusa Home Video)

Das der namenlose Deathstalker (laut deutschen Filmtitel in Mystor umgetauft) nicht gerade der motivierteste Keulenschwinger ist, stellt kein Geheimnis dar. Und so stolpert er auch diesmal wieder ungewollt in ein Abenteuer aus Monstren, Zauberern und mit Neonlicht ausgeleuchteten Verliesen. Glücklicherweise ist diesmal die Frauenquote noch höher als in Teil 1 (und das will was heißen!) und so wird sein Quest wenigstens von reichlich Brüsten begleitet. Manche darf er im urzeitlichen Bette flachlegen – von anderen muss er sich im urzeitlichen Ring flachlegen lassen. Und das alles nur weil er Rheena retten musste – die vom üblen Zauberer Jarek geklont wurde, um die Macht im Königreiche an sich zu reißen. Deswegen muss das Original weg. Doch dazwischen steht unser Deathstalker – mit ’nem Schwert in der Hand und immer einem lockeren Spruch auf den Lippen.

(© Medusa Home Video)

„Mystor – Der Todesjäger 2“ gilt gemeinhin als beste Fortsetzung im Dickicht des Fantasy-Dschungels – und wer auf Nebelmaschinen, Neonleuchten, Styroporbauten, Slapstick, Brüste und Gummimonster steht, wird ohne Frage vortrefflich unterhalten. Selbst eine Prise Horror findet man hier – in Form von demotivierten Laiendarstellern, die sich ihren Weg als Zombies schleppend durch Kunstnebelschwaden bahnen dürfen. Über die anderen Schwierigkeiten, die dem Deathstalker in seinem Abenteuer begegnen, brauchen wir nicht viel Worte zu verlieren – von zusammenfahrenden Wänden über einäugige Schläger bis hin zu übergewichtigen Ringerinnen (Made in Russia) ist das volle Programm dabei. Sogar eine komplette Kneipenschlägerei mit dickbäuchigen Barbaren darf den Fantasy-Freund hier erfreuen. Und das alles untermalt von einem (wirklich) fantastisch-überdrehten Score von Chuck Cirino, der noch bis zum heutigen Tage B-Produktionen mit Synthesizer-Klängen versorgt.

(© Medusa Home Video)

Fatality:
Ich sag’s immer: Willste Qualität, geh zum Winorsky. Denn der alte Bastard weiß, was das Trash-Herz erfreut, und so schuf er wohl die beste B-Fortsetzung des gesamten Fantasy-Universums. Ohne Gnade. Mit reichlich Verlusten (auf Seiten des Zuschauers). 5 Schädel.

Markus Haage

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Mein Name ist Markus Haage, Chefredakteur und Herausgeber vom Neon Zombie-Magazin. Es gibt nicht sonderlich viel spektakuläres über mich zu erzählen. Ich führe ein sehr langweiliges Leben. Aber falls es doch jemanden interessiert, freue ich mich immer über einen Besuch meiner Website www.markus-haage.de! Danke im Voraus!